Der VDI/VDE (ZIM-Projektträger für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) hat den Förderantrag für eine neue nationale ZIM-Durchführbarkeitsstudie genehmigt.
Name der Durchführbarkeitsstudie
KanuKu – TraCK-KI
Projektmanagement
AGT Akademie für Gestaltung und Technologie GmbH, Berlin
Netzwerkpartner
AQonvis GmbH
Kurzbeschreibung
Ein Großteil der Kunststoffe geht heute für den Kreislauf verloren – nicht, weil Recycling technisch unmöglich wäre, sondern weil Informationen über Material, Qualität und Prozesshistorie auf dem Weg dorthin abreißen. Die Studie untersucht, wie KI-Agenten Materialflüsse und Prozessschritte entlang der Kunststoffwertschöpfungskette – von der Bereitstellung über die Verarbeitung bis zur Rückführung – automatisiert bewerten und steuern können, damit mehr Kunststoff im Kreislauf bleibt statt in der thermischen Verwertung zu enden.
Ziel der Durchführbarkeitsstudie
Bevor ein solches KI-Agentensystem entwickelt werden kann, klärt die Studie die zentralen Fragen für eine funktionierende, datenbasierte Kreislaufführung von Kunststoffen:
- Welche Prozessketten und Abhängigkeiten entscheiden darüber, ob Material recyclingfähig bleibt?
- Welche Anforderungen bestehen an Datenqualität und Datenerfassung – vom Rohmaterial bis zum Rezyklat?
- Wie lassen sich KI-Entscheidungen nachvollziehbar erklären, insbesondere für Nachweis- und Dokumentationspflichten?
- Welche KI-Verfahren eignen sich am besten für die automatisierte Steuerung von Materialkreisläufen?
Die Durchführbarkeitsstudie legt damit die Grundlage für das eigentliche FuE-Projekt: ein System, das bislang isolierte Prozesse der Kunststoffverarbeitung so verbindet, dass Recycling nicht am Ende der Kette beginnt – sondern von Anfang an mitgedacht, dokumentiert und gesteuert wird.
Bildnachweis: AGT Akademie
